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Berichte über alles Wissenswerte für die Verbandsmitglieder: Informationen und Berichte zu bevorstehenden Terminen, Personalien, Aenderungen usw.

Das Hauswart-Ehepaar Agi und Hansruedi Schoch geht nach 32 Jahren in Pension; Schulhund Filou geht mit

Das «neue» Leben in Holziken begann für Agi und Hansruedi Schoch turbulent. Mit drei kleinen Töchtern zügelte das Paar am 23. Dezember 1978 in die Dienstwohnung im Schulhaus Dorf. Anfang 1979 hätte es die Hauswart-Stelle antreten sollen. Doch am Heiligabend schippte Hansruedi Schoch bereits Schnee. Was blieb ihm anderes übrig? Sein Vorgänger war weg, er war auf sich selbst angewiesen. «Weihnachten konnten wir in diesem Jahr nicht feiern», sagt Hansruedi Schoch.

Hansruedi, Agi, Filou

Agi und Hansruedi Schoch sitzen vor dem Schulhaus. «Dackel Filou war ein guter Schulhund», sagen sie.

Nie haben Agi und Hansruedi Schoch es bereut, vor über 32 Jahren vom Freiamt nach Holziken gekommen zu sein. Dabei hatte er damals, als er noch Baupolier war, viele Male den Telefonhörer aufgelegt, bis er sich endlich auf das Inserat des Hauswarts meldete. Spannend, vielfältig sei seine Arbeit auf der Gemeinde gewesen. Mit den Schülern hatte er ein Vertrauensverhältnis, schliesslich liebt er Kinder über alles. Natürlich hätten sie Respekt vor ihm gehabt, und einander — als sie ihn auf dem -Schulgang sahen — zugeflüstert «seid ruhig, der Schoch kommt». Aber ererzog sie mit Worten, statt Schikanen.

Zu Beginn waren Hansruedi und Agi Schoch nicht nur für die Kindergarten- und Schulanlagen und das Gemeindehaus zuständig. Er war Bauamtsmitarbeiter, Totengräber, für zwei Stunden in seinem Leben Lehrer und Klärwärter. Letzteres war zuweilen sehr unangenehm, weil Schoch damals den Auffangschacht noch von Hand reinigen musste. «Für diese Arbeit zündete er sich stets eine Zigarre an», erinnert sich seine Frau Agi.


Hansruedi Schoch geht in Pension

Ein Knabe spülte eine Tausendemote die Toilette hinunter. Drei Monate später kam sie wieder zum Vorschein.

Eine Geschichte ist Schoch geblieben: Eines Tages erhielt er ein Telefon, dass ein dreijähriger Junge eine Tausendernote die Toilette hinuntergespült habe. Immer wieder suchte er diese, vergeblich. Drei Monate später, an einem regnerischen Samstag, kam die Note zum Vorschein. «Die Mutter des Knaben fiel mir um den Hals, sie war mir unendlich dankbar.

Hansruedi Schoch war ein geschickter Organisator und Vermittler. 19 Jahre lang war er Präsident des Aargauischen Hauswarteverbands. Dass die Abwarte heute Hauswarte heissen, ein eidgenössisches Diplom erwerben können und dadurch besser verdienen, ist auch sein Verdienst. «Ihr Mauerblümchen-Dasein haben sie längst verlassen.»

An ihrem ersten arbeitsfreien Tag frühstücken Agi und Hansrued Schoch erst einmal ausgiebig in ihres Wohnung in Schöftland. Langweilig wirds den beiden nicht, sie kenner viele Leute, haben viele Hobbys. Und ihren Dackel Filou. Während Jahren half er dem Ehepaar auf dem Schulhausplatz und liess sich von der Schülern streicheln. Jetzt geht Filou ebenfalls in Pension.